|
||||||||
Kondomfirma "Big Ben" klagt gegen
|
| Autor: Lord Chaos "Big Ben" ist 70% der Deutschen ein Begriff und immerhin 40% können diesem Begriff eine Bedeutung zuordnen. Laut einem Bericht eines deutschen Meinungsinstituts wußten von 1000 Befragten immerhin 356, daß es in Englands Metropole einen Uhrenturm mit diesem Spitznamen gibt, jedoch nur 31 kannten Gleichnamiges Kondom der Firma Mapa GmbH aus Zeven, Niedersachsen. Diesen Zustand prangerte Roman Geschlecht [Name von der Redaktion geändert], Vorstandsmitglied der Firma bei der letzten
Vollversammlung an, und schnell machte der Joke die Runde, man müßte die verklagen. Die Aktionäre kannten jedoch bei ihrer Geldanlage weniger Spaß und sahen die Chance - mit Unterstützung der Deutschen Latexforschungs- &
Entwicklungsgemeinschaft e.V. reichten sie ihre Unterlassungsklage mit dem Streitwert: "1 Gummibaum" gegen sämtliche Fremdenführer Londons beim Landesgericht Bremerhaven ein und erhofften sich durch den Trubel einen enormen
Werbeeffekt und folglich eine fette Rendite. Langsam, aber gewissenhaft, wie der deutsche Beamte nun mal ist, wurde im Internationalen Handelsregister geblättert und siehe
da, die Norddeutschen besitzen sämtliche Rechte am Namen Big Ben! Dieses wurde der englischen Regierung mitgeteilt, die natürlich alles andere als froh über dieses Urteil der "German Pennyfoxers" war und eine Prüfung
ihrerseits anordnete. Das Ergebnis: "Big Ben" wird zwar schon in alten Dokumenten seit 1783 im Zusammenhang mit dem Gebäude an der Themse genannt, aber stets auch als Spitzname gekennzeichnet. Da solch scherzhafte Floskeln keinerlei
Beweiskraft besitzen war die Panik groß, und ein Vergleich mit Mapa schien der einzige Ausweg. So kam es dann auch: London garantierte der Firma Steuerfreiheit in Englands Hauptstadt und orderte 7 Millionen Artikel Werbematerial - die
Aktionäre zogen ihre Klage zurück und es war wieder Ruhe.Oder doch nicht? Ken Livingston, derzeit im Wahlkampf um den Londoner Bürgermeisterposten und Ex Labourparty-Mitglied, erkannte seine Chance und trat mit einer gegen Blairs Regierung gerichteten Rede vor den Senat: "Ein Kondom für übergroße Penisse? Das brauchen die Engländer nicht!" - Dieses Eigentor brachte ihm im Königreich den Spitznamen "Shorty" ein, und auch die Ankündigung, Christos Verhüllung des britschen Wahrzeichens (BB) mit rosa Frischhaltefolie zu verhindern, macht "Schrumpelschwänzchen" Ken nicht gerade zum Favoriten bei der im Juli anstehenden Wahl. abgefahrn-Prognose: Mr. Livingston zieht den Kürzeren! zurück zur Archivübersicht |
| © 2000 Gero Wenderholm |