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Die erste Green Card ging nicht
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| Autor: Lord Chaos Noch bevor die Regelung zur Green Card [Anm: geplant als befristete Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland für Computerexperten aus anderen Ländern] endgültig verabschiedet ist, kam es schon zum Eklat. Der erste Ausländer, der die Karte erhielt, ist nichtmal mittelmäßig begabt für Informatik: Die feierliche Verleihung fand in Hamburg auf dem Gelände des HTHC (Harvestehuder Tennis und Hockey Club) statt, und die Ofiiziellen der Bundesregierung waren sehr erstaunt über den positiven Besucherzuspruch. Sie hatten sich aufgrund von angedrohten rechtsradiaklen Angriffen dazu entschieden, die ganze Verleihung als Feldhockey-WM zu tarnen, doch irgendwie schienen Informationen nach außen gedrungen zu sein - zumindest waren da randvoll besetzte Tribünen mit Fans aus aller Herren Länder. Schröder und Co. kam es dann doch etwas seltsam vor, als wirklich die Nationalmannschaften Deutschlands und Pakistans aufliefen, und die Politiker waren 5 min nach Spielbeginn schon im Begriff, sich klammheimlich vom Acker zu machen; doch dann schreckte sie ein gellender Pfiff auf und sie sahen doch noch das, wozu sie eingentlich gekommen waren: Außenminister Joscha Fischer, ganz in schwarz und von der Tribüne aus kaum zu identifizieren, überreichte dem
Pakistani Ali Ben Hussein (Photo) die Grüne Karte. Einen der deutschen Spieler schien das so zu beeindrucken, daß er sich zu Tränen gerührt neben den beiden Protagonisten am Boden wälzte. Das Publikum reagierte mit Pfiffen und
Schmährufen - der arme Pakistani nahm die Karte nicht an sich und lief mit gesenktem Haupt zur Auswechselbank.Hatten die Rechtsradikalen den ersten Hoffnungsträger der deutschen Medienwirtschaft also verschreckt, na klasse! Tiefbeschämt und stinksauer stolperte Schröder vorwärts in Richtung Spielfeld und warf sich vor die pakistanische Bank auf den frisch gemähten Rasen und zerrte am Stutzen des "Verschreckten"... Diese Szene wird noch sehr viel peinlicher und endet damit, daß Ali Ben Hussein fünf Jahre lang in Deutschland bleiben wird. Er bekommt dafür zum einen, einen Hochschulabschluß und 100000 DM im Jahr, und zum anderen wurde er vom Hockey Weltverband von weiteren Titelkämpfen ausgeschlossen, da er keinen Amateurstatus mehr besäße. Ach ja, Schröder ging hochzufrieden mit seiner eigenen Überredungskunst nach Hause, wo er nach abgefahrn-Prognose wohl auch noch ein par Jahre bleiben sollte. Wir zitieren die Sonderausgabe des Hamburger Abendblatts: Skandal: Erster Green Card Anwärter vom Bundeskanzler ignoriert! Bei der am gestrigen Tage geplanten, geheimen Verleihung der Green Card blieb Kanzler Schröder aus bisher noch unbekannten Gründen fern. Der Informatikprofessor aus Bombay, der 3 Stunden lang in einem Hamburger Vereinsheim auf unser politisches Oberhaupt wartete, ist nun wieder auf der Heimreise und wird den dortigen Studenten davon abraten, nach Deustchland zu kommen. Der wirtschaftliche Schaden ist nach Expertenmeinung enorm. [...] Außerdem kam es im nahe gelegenen Sportstadion zu einer skurrilen Szene, als ein Schröder-Immitator vor der Bank der pakistanischen Mannschaft um ein Autogramm bettelte... zurück zur Archivübersicht |
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