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Was tun mit den Arbeitslosen?

Autor: Mutter Tim
 
Jedem rechtschaffene Bürger, der morgens auf dem Weg zur Arbeit seine Augen ordentlich aufsperrt, kann es nicht entgangen sein: Wo man hinsieht Graffiti-Verschmierte Häuserfassaden, brennende Autoreifen und Mülltonnen in denen Stockbrotreste kokeln, Vandalismus. Wieder waren über Nacht wildgewordene Horden arbeitsloser Jugendlicher plündernd und randalierend durch die Straßen gezogen. Motiv: Frust.
Und auch von diesen Menschen hat wohl jeder zumindest schonmal gehört: Menschen wie Marko P., die nach 3 Jahren Zuhauserums(chw)itzen, Biertrinken, Frau- und Kindverprügeln plötzlich durchdrehen, die vom vermeintlich harmlosen Asozialen zum Kindermörder oder Nazi-Hooligan werden. Motiv: Frust. Arbeitsamt
Dass es so nicht weitergehen kann liegt auf der arbeitenden Hand, doch wird die Arbeitslosigkeit weiter steigen, selbst wenn die halbherzig-lethargische Politik tatsächlich mal ihren Hintern vom Diplomatensessel kriegen sollte. Immer mehr Maschinen und das Verlegen von deutschen Betriebsstätten ins billige Ausland lassen eine andere Prognose nicht zu. Das Übel also bei der Wurzel zu packen hätte keinen Sinn und würde Vorüberlegungen bedürfen, für die uns die Zeit einfach fehlt. Vielmehr müssen wir endlich engagiert und mit harter Hand die Folgen der Dauerarbeitslosigkeit bekämpfen...den Arbeitslosen selbst! Das ewige Rumlungern und Abhängen macht die doch vollkommen bescheuert im Kopf. Das Bild vom faulen arbeitslosen Penner muss revidiert werden. Nun sind es die depressiven arbeitslosen Vandalen, denen der Kampf angesagt werden muss!
Zu allererst einmal müssen die Arbeitslosen (im weiteren Verlauf AL genannt) aus ihren miefigen kleinen Sozialwohnungen geholt werden. Weg von der Couch, raus zur Maloche! Die Erfahrung, die man im Strafvollzug schon lange gemacht hat ist nämlich diese: Ein Mensch, der keinen geregelten Tagesrhythmus hat, verkümmert, wird krank, kostet der Volkswirtschaft ein Vermögen. Also raus aus den Synthetikfedern und ab zum Arbeitsdienst.
Also raus aus den Synthetikfedern und ab zum Arbeitsdienst.

 
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© 2000 Gero Wenderholm